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Vermögensverwaltung Kosten im Vergleich: Was 42 Banken, Vermögensverwalter und Robo-Advisors verlangen

Matthias John
Veröffentlicht: ~15 Min Lesezeit

Was kostet eine Vermögensverwaltung? Im Rahmen einer Erhebung von vermoegensverwaltung-finden.de habe ich die veröffentlichten Preise der 288 Anbieter geprüft, die am Stichtag im Verzeichnis standen, und für 42 Anbieter auf einen gemeinsamen Referenzfall umgerechnet: 500.000 Euro in einer ausgewogenen Strategie. Eine Vermögensverwaltung über einen Robo-Advisor kostet Anleger im Median 0,82 % pro Jahr, über eine Bank 2,07 %, jeweils brutto und inklusive der Kosten für Fonds und ETFs. Beim Anbieter selbst bleibt davon nur sein Honorar: im Median 0,63 % bei Robo-Advisors und 1,73 % bei Banken. Unabhängige Vermögensverwalter veröffentlichen ihre Preise am seltensten.

Die Ergebnisse auf einen Blick

  • Eine Vermögensverwaltung über Robo-Advisors kostet Anleger im Median 0,82 % pro Jahr, über Banken 2,07 %. Das ergibt eine Erhebung von vermoegensverwaltung-finden.de für den Referenzfall 500.000 Euro, ausgewogene Strategie, brutto und inklusive Produktkosten (Stichtag 07.10.2026). Das Honorar des Anbieters selbst liegt im Median bei 0,63 % beziehungsweise 1,73 %.
  • Bei Robo-Advisors liegen die Preise eng beieinander, bei Banken streuen sie stärker. Die mittlere Hälfte der Robo-Advisors liegt zwischen 0,73 % und 1,01 %, die der Banken zwischen 1,74 % und 2,35 %. Das Risiko, deutlich zu viel zu zahlen, ist bei Robo-Advisors kleiner. Bei Banken lohnt der Vergleich mehr.
  • Persönliche Betreuung kostet im Median rund 1,1 Prozentpunkte mehr. Angebote mit persönlichem Ansprechpartner (Banken und unabhängige Verwalter) liegen im Median bei 1,89 %, digitale Angebote bei 0,82 %.
  • Die beworbene Gebühr ist oft nicht der Gesamtpreis. Sechs von zwölf Banken nennen ihr Entgelt ohne Umsatzsteuer, und nur eine von zwölf beziffert die Kosten der eingesetzten Fonds und ETFs.
  • Öffentliche Preise sind die Ausnahme. Nur 42 von 288 Anbietern (15 %) nennen einen Preis, mit dem sich der Referenzfall berechnen lässt. Unabhängige Vermögensverwalter und Family Offices tun es am seltensten: 7 von 240 nennen einen Preis für ihr individuelles Mandat.

Was kostet Vermögensverwaltung bei 500.000 Euro?

Die Tabelle zeigt, was Anleger insgesamt pro Jahr zahlen: das Honorar des Anbieters brutto plus die laufenden Kosten der Fonds und ETFs. Die Fondskosten gehen überwiegend an die Fondsgesellschaften; setzt ein Anbieter eigene Fonds ein, fließt auch ein Teil davon an ihn.

Vermögensverwaltung über …Anbieter mit öffentlichem PreisGesamtkosten (Median)davon Honorar des Anbieters (Median)Mittlere Hälfte (Gesamtkosten)Spanne (Gesamtkosten)
Robo-Advisors und digitale Vermögensverwaltung240,82 %0,63 %0,73 % bis 1,01 %0,35 % bis 2,64 %
Banken und Privatbanken12 von 282,07 %1,73 %1,74 % bis 2,35 %1,50 % bis 2,86 %
Unabhängige Vermögensverwalter7 von 240Einzelfälle, siehe unten––0,55 % bis 2,92 %

Verglichen werden veröffentlichte Standardkonditionen aus Preis- und Leistungsverzeichnissen, Preisaushängen und Websites. Verhandelte Konditionen, vor allem bei Banken und größeren Vermögen, können darunter liegen. Die Werte zeigen, was Anbieter mit öffentlichem Preis verlangen, nicht den Durchschnitt aller Vermögensverwalter in Deutschland.

Eine Rangliste über alle Kategorien enthält der Vergleich bewusst nicht: Ein Robo-Advisor und ein persönliches Bankmandat unterscheiden sich in Leistung und Betreuung. Die Einzelwerte je Anbieter stehen weiter unten.

Robo-Advisors: enge Preisspanne, wenige Ausreißer

15 der 24 digitalen Angebote liegen höchstens 0,25 Prozentpunkte vom Median entfernt. Wer einen Robo-Advisor wählt, landet also mit hoher Wahrscheinlichkeit in einem ähnlichen Preisbereich. Bei den Banken liegen nur 5 von 12 so nah am Median; zwischen der günstigsten und der teuersten Bank liegen 1,36 Prozentpunkte. Auf 500.000 Euro sind das 6.800 Euro pro Jahr.

Der Anbietertyp allein sagt trotzdem nicht alles. Das teuerste digitale Angebot liegt mit 2,64 % über der günstigsten Bank (1,50 %). Es investiert in aktiv verwaltete Fonds, deren laufende Kosten höher sind als das Verwaltungshonorar. Der günstigste unabhängige Verwalter liegt mit 0,55 % unter dem Median der Robo-Advisors. Für die eigene Entscheidung zählt deshalb der Gesamtpreis des konkreten Angebots, nicht die Kategorie.

Was kostet persönliche Betreuung?

Wer digital anlegt, zahlt im Median 0,82 % pro Jahr. Wer einen persönlichen Ansprechpartner bei einer Bank oder einem unabhängigen Vermögensverwalter möchte, zahlt im Median 1,89 %. Der Unterschied von rund 1,1 Prozentpunkten entspricht bei 500.000 Euro gut 5.000 Euro im Jahr.

Wie groß der Aufpreis innerhalb eines Hauses ist, zeigen Anbieter, die beides veröffentlichen:

Anbieterdigitales Angebotpersönliches MandatUnterschied
Quirinquirion Digital: 0,65 %Quirin Privatbank: 1,62 % ⁶0,97 Prozentpunkte
IBB Internationales Bankhaus Bodenseejiminy: 1,34 % ²IBB Portfolio: 1,78 % ²0,44 Prozentpunkte
Gerd KommerRobo-Strategie: 0,79 %Gerd Kommer Wealth, ab 1 Mio. Euro: 1,19 % ⁵0,40 Prozentpunkte

Alle Werte sind Gesamtkosten für den Anleger. Die Angebote unterscheiden sich nicht nur in der Betreuung: quirion setzt ausschließlich ETFs ein, die Quirin Privatbank ETFs und Investmentfonds. Quirin bietet zudem eine Zwischenstufe an: quirion Premium mit Beratung durch die Quirin Privatbank per Telefon und Video kostet 0,84 % Honorar, mit den ETF-Kosten rund 1,0 % pro Jahr.

Ob sich der Aufpreis lohnt, hängt davon ab, was man dafür bekommt und braucht. Typische Leistungen eines persönlichen Mandats sind ein fester Ansprechpartner, individuell vereinbarte Anlagerichtlinien, Einzeltitel statt Fonds, die Verbindung mit Krediten oder Finanzierungen sowie Unterstützung bei Steuer- und Nachfolgefragen. Wer nichts davon nutzt, zahlt für eine Leistung, die er nicht in Anspruch nimmt.

Aus vielen Erstgesprächen bei Vermögensverwaltern weiß ich: Persönliche Betreuung wählen vor allem Anleger, denen die Zeit fehlt, sich mit Kapitalanlage zu beschäftigen, oder die sich die Verwaltung eines größeren Vermögens nicht selbst zutrauen. Andere schätzen schlicht den persönlichen Kontakt und legen größere Beträge ungern über eine Website an. Das ist manchmal eine Frage des Alters, oft einfach eine Frage der Präferenz. Ein Punkt wird dabei leicht unterschätzt: Wer digital anlegt, ist in Marktturbulenzen mit seinen Emotionen allein. Wer dann in die Strategie eingreift, kann die langfristige Wertentwicklung beschädigen. Ein Ansprechpartner, der in solchen Phasen einordnet, ist ein Teil dessen, wofür der Aufpreis bezahlt wird.

Robo-Advisor oder eigenes ETF-Depot?

Viele Anleger vergleichen eine digitale Vermögensverwaltung mit einem selbst geführten ETF-Depot. Die Kosten der ETFs fallen in beiden Fällen an. Die Mehrkosten eines ETF-basierten Robo-Advisors entsprechen deshalb ungefähr seinem Honorar: im Median 0,60 % pro Jahr bei den 15 reinen ETF-Angeboten im Vergleich, mit einer Spanne von 0,25 % bis 1,00 %. Darin sind bei den meisten Anbietern Rebalancing, Transaktionen und Depotführung enthalten, die im eigenen Depot Zeit oder Gebühren kosten. Für fondsbasierte Angebote und die meisten Bankmandate gilt der Vergleich so nicht, weil dort höhere Produktkosten hinzukommen.

Die beworbene Gebühr ist nicht der Gesamtpreis

Netto oder brutto: Vermögensverwaltung ist umsatzsteuerpflichtig. Commerzbank, Donner & Reuschel, Fürst Fugger, IBB, Merkur und VZ VermögensZentrum nennen ihr Entgelt zuzüglich 19 % Umsatzsteuer. Aus 1,70 % netto bei der Commerzbank werden so 2,02 % brutto. Alle Werte in diesem Vergleich sind brutto.

Produktkosten: Die laufenden Kosten der Fonds und ETFs im Depot werden nicht separat berechnet, sondern mindern die Rendite. 20 von 24 digitalen Angeboten beziffern sie. Bei den Banken tut das nur die Quirin Privatbank, und zwar in einer Beispielrechnung für ein reines Aktienportfolio; bei den unabhängigen Verwaltern keiner vollständig. Wo die Angabe fehlt, habe ich einen Modellwert angesetzt (²). Setzt ein Anbieter vor allem hauseigene aktive Fonds ein, liegen die tatsächlichen Kosten eher darüber.

„0 % Gebühr“ heißt nicht „0 % Kosten“: Evergreen verlangt keine Servicegebühr, setzt aber eigene Fonds mit laufenden Kosten von 0,79 % ein. Die TOP Vermögensverwaltung wirbt mit einer Managementfee von 0,78 % ohne Umsatzsteuer; die Vergütung steckt in hauseigenen Fonds, deren laufende Kosten laut Basisinformationsblatt zusammen 1,68 % betragen. Umgekehrt enthält die Gebühr von Flossbach von Storch ONE (1,20 %) die Produktkosten bereits.

Einmalige Kosten: Zwei Anbieter berechnen zusätzlich zum laufenden Honorar einmalige Kosten: TOP ein Agio von 2,175 %, Wachstum und Value eine Abschlussvergütung von 3,57 %. Verteilt auf fünf Jahre entspricht das zusätzlich rund 0,44 % beziehungsweise 0,71 % pro Jahr. Sie sind in den Gesamtkosten nicht enthalten (ᴱ).

Öffentliche Preise sind die Ausnahme

Von 288 geprüften Anbietern nennen 42 einen Preis für den Referenzfall. Bei den Banken sind es 12 von 28, meist im Preis- und Leistungsverzeichnis oder Preisaushang. Öffentlich heißt dabei nicht immer leicht auffindbar: Bei der Weberbank etwa steht das Entgelt im Abschnitt C.7 des Preisverzeichnisses. Alle 19 reinen Digitalanbieter werben offen mit ihren Gebühren.

Unabhängige Vermögensverwalter und Family Offices veröffentlichen am seltensten einen Preis für ihr individuelles Mandat: 7 von 240. Die meisten verweisen auf das persönliche Gespräch. Viele bieten zusätzlich standardisierte Strategien für kleinere Beträge an, meist ab 25.000 bis 50.000 Euro; diese sind nicht Teil des Vergleichs. Die sieben Werte liegen zwischen 0,55 % und 2,92 % und lassen keine Aussage über die Kategorie zu. Family-Office-Leistungen wie Gesamtvermögensreporting oder Nachfolgeplanung werden individuell bepreist; der einzige öffentliche Preis eines Family Office im Verzeichnis gilt für ein standardisiertes Vermögensverwaltungsangebot ab 100.000 Euro und steht deshalb bei den unabhängigen Verwaltern.

Ein fehlender öffentlicher Preis bedeutet nicht automatisch einen hohen Preis. Den verbindlichen Preis nennt jeder Anbieter vor Vertragsschluss in der Ex-ante-Kosteninformation.

Digitale Vermögensverwaltung gibt es auch bei Banken und etablierten Häusern

Robo-Advisors haben mit standardisierten Prozessen, Modellportfolios und kostengünstigen ETFs die Kosten in der Branche unter Druck gesetzt. Inzwischen bieten auch viele Banken und etablierte Vermögensverwalter eine digitale Variante an: 11 der 24 digitalen Angebote im Vergleich stammen von ihnen, darunter Deutsche Bank, ING, comdirect (cominvest), Deka (bevestor), Union Investment (Visualvest), Quirin (quirion), M.M. Warburg, Flossbach von Storch und DJE. Wer bei seiner Bank oder seinem Verwalter bleiben möchte, kann also dort nach einer digitalen Variante und deren Preis fragen und hat damit einen Vergleichswert für das eigene Mandat.

Umgekehrt werben digitale Anbieter um größere Vermögen: LIQID, Ginmon, fintego, DJE und Flossbach von Storch senken ihr Honorar ab 1 Mio. Euro, growney und LIQID staffeln weiter bis 5 Mio. Euro. Wer mehr als 1 Mio. Euro anlegt, sollte deshalb immer nach der Staffel fragen.

So nutzen Anleger diese Daten

  1. Referenzwert bestimmen: Den Median der passenden Kategorie als Maßstab nehmen.
  2. Vergleichbares Angebot anfordern: Die Ex-ante-Kosteninformation verlangen, brutto, mit allen Ebenen: Verwaltung, Depot und Transaktionen, Produktkosten der Fonds, mögliche Erfolgsbeteiligung und einmalige Kosten.
  3. Gegenrechnen: Liegt ein Angebot deutlich über dem Referenzwert, nach der Leistung fragen, die den Aufpreis begründet.

Welche Kostenbausteine es gibt und wie man die tatsächliche Kostenquote aus der Ex-post-Kosteninformation abliest, erklärt unser Ratgeber Was kostet Vermögensverwaltung wirklich?. Anbieter nach Kategorie, Mindestanlage und Standort finden Sie in der Anbieterübersicht.

Häufige Fragen zu den Kosten der Vermögensverwaltung

Was kostet eine Vermögensverwaltung bei 500.000 Euro?

Laut einer Erhebung von vermoegensverwaltung-finden.de kostet eine Vermögensverwaltung bei 500.000 Euro und ausgewogener Strategie Anleger im Median insgesamt 0,82 % pro Jahr über Robo-Advisors und 2,07 % über Banken, jeweils brutto und inklusive Fonds- und ETF-Kosten (Stichtag 07.10.2026). Davon entfallen im Median 0,63 % beziehungsweise 1,73 % auf das Honorar des Anbieters. Unabhängige Vermögensverwalter nennen ihren Preis zu selten für einen belastbaren Wert; die sieben veröffentlichten Preise liegen zwischen 0,55 % und 2,92 %.

Was kostet ein Robo-Advisor?

Eine Vermögensverwaltung über einen Robo-Advisor kostet Anleger laut einer Erhebung von vermoegensverwaltung-finden.de bei 500.000 Euro im Median 0,82 % pro Jahr, inklusive der Kosten für ETFs und Fonds. Das Honorar des Anbieters selbst liegt im Median bei 0,63 %. Die mittlere Hälfte der 24 Angebote kostet zwischen 0,73 % und 1,01 %; fondsbasierte Angebote können deutlich teurer sein, im Vergleich bis 2,64 %. Bei kleineren Beträgen sind die Sätze vieler Anbieter wegen ihrer Staffeln etwas höher.

Wie viel Prozent bekommt ein Vermögensverwalter?

Das reine Honorar lag im Vergleich bei Robo-Advisors im Median bei 0,63 % pro Jahr brutto, bei Banken bei 1,73 %. Bei den unabhängigen Vermögensverwaltern mit öffentlichem Preis reichte es von 0,55 % bis 1,90 %; ein Anbieter berechnet kein separates Honorar, sondern vergütet sich über eigene Fonds. Hinzu kommen die laufenden Kosten der Fonds und ETFs, sofern sie nicht im Honorar enthalten sind.

Sind die Gebühren netto oder brutto angegeben?

Das ist uneinheitlich. Sechs der zwölf Banken im Vergleich nennen ihr Entgelt netto, also zuzüglich 19 % Umsatzsteuer. Aus 1,50 % netto werden 1,79 % brutto. Angebote sollten immer brutto verglichen werden.

Lohnt sich ein Robo-Advisor gegenüber einem eigenen ETF-Depot?

Das hängt davon ab, wie viel Zeit und Disziplin man selbst aufbringen möchte. Die Mehrkosten eines ETF-basierten Robo-Advisors entsprechen ungefähr seinem Honorar, im Vergleich im Median 0,60 % pro Jahr, weil die ETF-Kosten auch im eigenen Depot anfallen. Rebalancing und Transaktionen sind darin meist enthalten.

Warum veröffentlichen viele Vermögensverwalter keine Preise?

Individuelle Mandate unterscheiden sich im Leistungsumfang, und Konditionen werden häufig verhandelt. Den verbindlichen Preis nennen Anbieter in der Ex-ante-Kosteninformation vor Vertragsschluss. Ein fehlender öffentlicher Preis bedeutet nicht automatisch einen hohen Preis.

Die Einzelwerte je Anbieter

Kennzeichen in allen Tabellen: bis = Höchstwert laut Anbieter · ¹ Umsatzsteuer nicht angegeben, Mittelwert aus netto und brutto · ² Produktkosten (teils) geschätzt · ³ inklusive zusätzlicher Depotkosten · ⁴ Mittelwert einer veröffentlichten Spanne · ⁵ unverbindliche Gebühren-Indikation des Anbieters · ⁶ Produktkosten laut Beispielrechnung des Anbieters für ein Portfolio mit 100 % Aktien, Stand 31.12.2024 · ⁺ Erfolgsbeteiligung möglich, nicht eingerechnet · ᴱ zusätzlich einmalige Kosten, nicht eingerechnet. Sortiert nach Gesamtkosten innerhalb der Kategorie.

Banken und Privatbanken (12)

AnbieterGesamtkosten p. a.davon Honorar (brutto)davon ProduktkostenKennz.
VZ VermögensZentrum1,50 %1,25 %0,25 % geschätzt (ETF)² ⁴
Quirin Privatbank1,62 %1,28 %0,34 % laut Anbieter (ETF und Fonds)⁶
Merkur Privatbank*1,64 %1,19 %0,45 % teils geschätzt (Mischung)²
IBB Internationales Bankhaus Bodensee1,78 %1,28 %0,50 % geschätzt (unbekannt)² ⁺ ⁴
Donner & Reuschel1,90 %1,90 %0,00 % geschätzt (Einzeltitel)²
Fürst Fugger Privatbank2,04 %1,84 %0,20 % geschätzt (Einzeltitel und ETF/Fonds)²
apoBank2,10 %1,60 %0,50 % geschätzt (Mischung)bis ²
BNP Paribas Wealth Management2,17 %1,67 %0,50 % geschätzt (unbekannt)² ⁴
Weberbank2,29 %1,79 %0,50 % geschätzt (Mischung)²
Commerzbank2,52 %2,02 %0,50 % geschätzt (Mischung ETF/Fonds)²
Hamburger Sparkasse (Haspa)2,76 %2,26 %0,50 % geschätzt (unbekannt)² ⁺
Bankhaus C. L. Seeliger2,86 %2,00 %0,50 % geschätzt (Mischung)bis ² ³

* Merkur: Preis der Vermögensverwaltung für Einsteiger; die individuelle Vermögensverwaltung ab 250.000 Euro hat keinen öffentlichen Preis. Haspa: Strategie „Wachstum“, da keine ausgewogene Strategie angeboten wird (Verwaltungsvergütung 0,595 % plus Leistungsvergütung 1,666 %).

Unabhängige Vermögensverwalter (7)

AnbieterGesamtkosten p. a.davon Honorar (brutto)davon ProduktkostenKennz.
PTS Vermögensverwaltung0,55 %0,55 %0,00 % geschätzt (Einzeltitel)¹ ²
RP Rheinische Portfolio Management1,40 %0,90 %0,50 % geschätzt (Mischung ETF/Fonds)²
Taunus Investments1,63 %1,43 %0,20 % geschätzt (Einzeltitel und ETF/Fonds)bis ²
TOP Vermögensverwaltung1,68 %0,00 % (keine separate Vergütung)1,68 % laut Basisinformationsblättern der eingesetzten Fonds⁺ ᴱ
GFA FP Vermögensverwaltung1,69 %1,19 %0,50 % geschätzt (Mischung)² ⁺ ⁴
von Plettenberg, Conradt & Cie.1,89 %1,29 %0,60 % teils geschätzt (Mischung ETF/Fonds)¹ ² ⁴
Wachstum und Value2,92 %1,90 %1,00 % geschätzt (Fonds)² ³ ⁺ ᴱ

Robo-Advisors und digitale Vermögensverwaltung (24)

AnbieterGesamtkosten p. a.davon Honorar (brutto)davon ProduktkostenKennz.
Raisin0,35 %0,25 %0,10 % laut Anbieter (ETF)
growney0,51 %0,38 %0,13 % laut Anbieter (ETF)
Whitebox0,55 %0,35 %0,20 % laut Anbieter (ETF)
quirion0,65 %0,48 %0,17 % laut Anbieter (ETF)
LIQID0,65 %0,50 %0,15 % laut Anbieter (ETF)
Minveo0,70 %0,60 %0,10 % laut Anbieter (ETF und Einzeltitel)
DJE Vermögen digital0,74 %0,735 %0,00 % geschätzt (Einzeltitel)² ⁺
Bevestor0,78 %0,60 %0,18 % laut Anbieter (ETF)⁴
Evergreen0,79 %0,00 %0,79 % laut Anbieter (Fonds)
Gerd Kommer Robo0,79 %0,60 %0,19 % laut Anbieter (ETF)
Deutsche Bank PrivatMandat Xperience**0,80 %0,65 %0,15 % laut Anbieter (ETF)
ING Smart Invest0,81 %0,65 %0,16 % teils geschätzt (ETF)²
Scalable Capital0,82 %0,70 %0,12 % laut Anbieter (ETF)
Visualvest (Union Investment)0,83 %0,60 %0,23 % laut Anbieter (Mischung ETF/Fonds)
Oskar0,84 %0,70 %0,14 % laut Anbieter (ETF)
fintego0,85 %0,60 %0,25 % laut Anbieter (ETF)
Ginmon0,88 %0,75 %0,13 % teils geschätzt (ETF)²
cominvest0,98 %0,75 %0,23 % laut Anbieter (ETF)
Warburg Navigator1,10 %0,80 %0,30 % laut Anbieter (Mischung ETF/Fonds)
Fidelity Wealth Expert1,11 %0,55 %0,56 % laut Anbieter (Mischung ETF/Fonds)
Flossbach von Storch ONE1,20 %1,20 %im Honorar enthalten
Smavesto1,25 %1,00 %0,25 % laut Anbieter (ETF)
IBB jiminy1,34 %0,84 %0,50 % geschätzt (Mischung ETF/Fonds)² ⁺
vividam2,64 %1,18 %1,46 % laut Anbieter (Fonds)

Bei Staffelpreisen gilt der Satz für 500.000 Euro. ** Deutsche Bank: Preis laut Preis- und Leistungsverzeichnis vom 01.10.2026. vividam: Die Zielfonds kosten laut Anbieter je nach Strategie 1,46 % bis 1,93 %; für die ausgewogene Strategie ist die Untergrenze angesetzt, meine Berechnung aus den Basisinformationsblättern ergibt 1,45 %.

Methodik: So wurden die Kosten erhoben und vergleichbar gemacht

Welche Anbieter sind enthalten? Grundlage sind die 288 Anbieter von Vermögensverwaltungsdienstleistungen, die am Stichtag im Verzeichnis von vermoegensverwaltung-finden.de standen. Das Verzeichnis wird laufend erweitert; spätere Profile sind in dieser Erhebung nicht enthalten. Plattformen, die ausschließlich Private-Markets-Investments vermitteln, zählen nicht dazu, weil sie keine Vermögensverwaltung anbieten. Jedes Profil habe ich auf einen öffentlichen Preis für den Referenzfall geprüft; 42 Anbieter nennen einen, mit zusammen 43 Angeboten. Gezählt wird je Anbieter das Angebot, das ein Anleger mit 500.000 Euro nutzen würde. Eigenständige digitale Angebote mit eigenem Marktauftritt, die für diesen Betrag offenstehen, zählen bei den digitalen Angeboten, etwa die von Flossbach von Storch, DJE und Gerd Kommer. Standardisierte Strategien, die unabhängige Verwalter zusätzlich für kleinere Beträge anbieten, sind nicht Teil des Vergleichs. Die IBB ist mit Bankmandat und jiminy vertreten, die Deutsche Bank nur mit PrivatMandat Xperience; für ihr klassisches Mandat nennt sie keinen öffentlichen Preis. Bei zwei Anbietern waren die öffentlichen Kostenangaben widersprüchlich; sie zählen zu den geprüften Anbietern, aber nicht zu denen mit verwertbarem Preis.

Was gilt als öffentlicher Preis? Eine Gebührenangabe, die ohne Anmeldung, Beratungsgespräch oder Anfrage frei zugänglich ist: Website, Preis- und Leistungsverzeichnis, Preisaushang, Factsheet, Basisinformationsblatt oder öffentlich verlinkte Broschüre. „Individuelle Vereinbarung“ oder „auf Anfrage“ gilt als nicht öffentlich.

Der Referenzfall: 500.000 Euro Einmalanlage in einer ausgewogenen Strategie. Viele Anbieter verlangen für aktienlastige Strategien ein höheres Honorar, und mit dem Verhältnis von Aktien und Anleihen ändern sich die eingesetzten Fonds und ETFs. Vergleichbar werden die Preise deshalb nur bei gleicher Strategie. Bietet ein Anbieter keine ausgewogene Strategie an, gilt die nächstliegende. Gesamtkosten sind das Honorar brutto plus die laufenden Produktkosten plus Depotkosten, falls diese zusätzlich anfallen.

Regeln für die Vergleichbarkeit

  1. Brutto: Netto genannte Preise werden mit 19 % Umsatzsteuer umgerechnet. Nennt ein Anbieter keine Umsatzsteuer und weist auch ein Kostenrechner keine aus, gilt der Preis als brutto. Bleibt es offen, gilt der Mittelwert aus netto und brutto (¹).
  2. Produktkosten: Wo der Anbieter sie nennt, gilt seine Angabe, auch als „ab“-Angabe. Bei fondsbasierten Strategien ohne Anbieterangabe rechne ich die laufenden Kosten der eingesetzten Fonds laut Basisinformationsblatt nach Gewichtung. Fehlt beides, gilt ein Modellwert je Anlageuniversum (²).
  3. Spannen und Staffeln: Nennt ein Anbieter nur eine Spanne, gilt der Mittelwert (⁴); nennt er nur einen Höchstwert, gilt dieser (bis). Bei Staffeln gilt der Satz für 500.000 Euro; beginnt eine Stufe bei 500.001 Euro, gilt ihr Satz. Bei Grenzstaffeln wird der effektive Satz auf das ganze Depot berechnet.
  4. Nicht eingerechnet: Erfolgsbeteiligungen (⁺), einmalige Kosten wie Agio oder Abschlussvergütung (ᴱ), Transaktionskosten innerhalb der Fonds, Fremdkosten Dritter und Steuern.
  5. Kennzahlen: Der Median ist die Leitkennzahl, weil einzelne Ausreißer den Durchschnitt verzerren. Die „mittlere Hälfte“ ist der Bereich zwischen dem ersten und dem dritten Quartil. Gerundet wird kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen.

Modellwerte für Produktkosten

AnlageuniversumModellwert p. a.Begründung
Einzeltitel0,00 %Aktien und Anleihen direkt im Depot, keine laufenden Produktkosten
Einzeltitel und ETF/Fonds0,20 %Aktien direkt, Teile des Rentenanteils oder Beimischungen über Fonds
ETF0,25 %typische laufende Kosten breiter ETF-Portfolios
Mischung aus ETF, Fonds und Einzeltiteln0,50 %Produktgewichtung im durchschnittlichen Depot unabhängiger Vermögensverwalter: rund 35 % aktive Fonds, 28 % ETFs und ETCs, 24 % Einzeltitel (Citywire)
Fonds, überwiegend aktiv1,00 %typische laufende Kosten aktiver Fonds in günstigeren Anteilsklassen
unbekannt0,50 %wie Mischung

Die Modellwerte gehen von Anteilsklassen ohne Bestandsprovision aus. In der Vermögensverwaltung dürfen Anbieter Zuwendungen nicht behalten, sondern müssen sie an den Kunden auskehren (§ 64 Abs. 7 WpHG). Fließen hauseigene oder Retail-Fonds ein, liegen die tatsächlichen Kosten eher über dem Modellwert.

Ausgeschlossen sind Anbieter, die keine Vermögensverwaltung im aufsichtsrechtlichen Sinn anbieten, etwa Honorar-Anlageberater nach § 34h GewO oder reine Vermittler, sowie Anbieter, deren letzte Preisangabe nicht mehr aktuell belegbar ist. Die Begründung ist je Anbieter dokumentiert.

Grenzen der Erhebung: Der Vergleich ist keine repräsentative Studie über die Kosten aller Vermögensverwalter, sondern eine Auswertung veröffentlichter Standardkonditionen. Bei größeren Vermögen werden Konditionen häufig verhandelt. Anbieter mit öffentlichem Preis wählen sich selbst aus. Geschätzte Produktkosten können vom tatsächlichen Wert abweichen. Maßgeblich ist immer die Ex-ante-Kosteninformation des Anbieters.

Für Medien: Zitierhinweis und Korrekturen

Zitiervorschlag: vermoegensverwaltung-finden.de, Kostenvergleich Vermögensverwaltung, Referenzfall 500.000 Euro, 42 Anbieter mit öffentlichem Preis, Stichtag 07.10.2026, https://vermoegensverwaltung-finden.de/ratgeber/vermoegensverwaltung-kosten-vergleich

Alle Angaben sind mit Quelle belegt und wurden am 07.10.2026 geprüft, drei Anbieter am 08.10.2026. Sind Angaben fehlerhaft oder veraltet, kontaktieren Sie uns über info@vvplattform.de; jede Änderung wird mit Datum dokumentiert.

DatumÄnderung
01.11.2026Erstveröffentlichung

Hinweis: Alle Angaben ohne Gewähr. Der Vergleich ersetzt keine Anlageberatung; maßgeblich sind die Kosteninformationen des jeweiligen Anbieters.

Quellen je Anbieter

KategorieAnbieterReferenzangebotQuelle
BankapoBankapoVV KLASSIKWebsite
BankBankhaus C. L. SeeligerVermögensverwaltung ab 500.000 €Preis- und Leistungsverzeichnis 04/2026
BankBNP Paribas Wealth ManagementVermögensverwaltung ClassicPreis- und Leistungsverzeichnis 10/2025
BankCommerzbankACTIVE Selection, pauschales EntgeltPreis- und Leistungsverzeichnis
BankDonner & ReuschelVermögensverwaltungKonditionen
BankFürst Fugger PrivatbankWP-Vermögensverwaltung, FestpreisPreisverzeichnis ab 05.10.2025
BankHamburger Sparkasse (Haspa)Individuelle Vermögensverwaltung ab 500.000 €Preis- und Leistungsverzeichnis 08/2026, S. 55
BankIBB Internationales Bankhaus BodenseeIBB PortfolioPreisaushang 09/2026
BankMerkur PrivatbankVermögensverwaltung für EinsteigerKonditionen
BankQuirin PrivatbankLeistungspauschale ab 200.000 €Leistungspakete (Staffel und Kostenbeispiel, abgerufen 15.10.2026); Preis- und Leistungsverzeichnis 10/2025: „bis 1,68 % p. a.“
BankVZ VermögensZentrumVermögensverwaltungWebsite
BankWeberbankVermögensverwaltungPreis- und Leistungsverzeichnis 05/2026
Unabhängige VVGFA FP VermögensverwaltungIndividuelle VermögensverwaltungWebsite
Unabhängige VVPTS VermögensverwaltungVermögensverwaltung, pauschalUnternehmen
Unabhängige VVRP Rheinische Portfolio ManagementStrategie BalanceVermögensverwaltung
Unabhängige VVTaunus InvestmentsIndividuelle VermögensverwaltungLeistungen
Unabhängige VVTOP VermögensverwaltungStrategie AusgewogenKosten und Steuern, Strategien 09/2026
Unabhängige VVvon Plettenberg, Conradt & Cie.VPC SelectedWebsite
Unabhängige VVWachstum und Value (WuV)Investment-Selektion, ausgewogenFakten und Preise
DigitalBevestorDigitale VermögensverwaltungKosten
Digitalcominvestclassic / greenFAQ
DigitalDeutsche BankPrivatMandat XperiencePreis- und Leistungsverzeichnis 01.10.2026, Nr. 3.3
DigitalDJE Vermögen digitalStrategie WachstumDigitale Vermögensverwaltung
DigitalEvergreenStrategie BalanceKosten
DigitalFidelity Wealth ExpertWealth ExpertWebsite
DigitalfintegoManaged DepotPreise
DigitalFlossbach von Storch ONEONETransparente Kosten
DigitalGerd Kommer RoboRobo-Strategie Gerd KommerScalable Wealth Kosten
DigitalGinmonGinmon InvestGebühren
Digitalgrowneygrow50Website
DigitalIBB jiminyjiminyWebsite
DigitalING Smart InvestSmart InvestWebsite
DigitalLIQIDCORE GlobalVertragsbedingungen 09/2026, Preisverzeichnis
DigitalMinveoStufe ab 500.001 €Kosten
DigitalOskarOSKAR klassikKosten
DigitalquirionServicepaket DigitalFAQ Kosten; Preis- und Leistungsverzeichnis (Digital 0,48 %, Premium 0,84 % p. a. inkl. USt)
DigitalRaisinRisikoklasse 50Kundenservice Kosten
DigitalScalable CapitalWeltportfolio KlassischVermögensverwaltung
DigitalSmavestoDigitale VermögensverwaltungKosten
DigitalVisualvest (Union Investment)VestFolio 4Kosten
Digitalvividamvividam Nachhaltig 50Kosten
DigitalWarburg NavigatorNavigatorWebsite
DigitalWhiteboxGlobal (passiv)FAQ Gebühren
VergleichswertGerd Kommer WealthPersönliches Mandat ab 1 Mio. € (nur Abschnitt „Was kostet persönliche Betreuung?“)Kosten

Weitere Belege je Anbieter (Preisverzeichnisse, Basisinformationsblätter, Screenshots mit Datum) sind redaktionell dokumentiert.

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